wunderbare weite

Unweit des Rheins fließt ein Garten direkt an die Rheinauen. Gartenarchitektin Brigitte Röde kombiniert den dezenten Minimalismus des Bauwerks mit der wilden Natürlichkeit der Aue.

Das moderne Haus im zeitlosen Bauhausstil öffnet sich Richtung Natur, die Fassade scheint transparent. Der große Wunsch des Bauherrn war ein weiter Blick in die Landschaft. Deshalb wurden auf hohe Sträucher und eine Einfriedung verzichtet. Die Gestaltung des Gartens nimmt die gerade Linienführung der modernen freistehenden Villa auf. Eine Terrasse mit Kalksteinplatten schließt an den Wohnbereich mit großflächiger Glasfront an. Eine alte Rosskastanie, die von einem halbrunden Beet eingefasst ist, und eine imposante Trauerweide sind die prägenden Elemente des Freiraums und verleihen ihm Halt und Charakter. Das leicht abfallende Gelände wird mit einer Pflanzung aus Gehölzen, Stauden und Gräsern gerahmt, dabei wird der Höhenunterschied mit Rasenstufen und niedrigen Natursteinmauern abgefangen. Die Rasenstufen ziehen sich wie helle Bänder durch den grünen Rasen und geben der Fläche Struktur. Die Wiese reicht bis ans Ende des Grundstückes und scheint nahtlos in die Aue überzugehen. Hier gibt es keinen Zaun. Stattdessen wird die Ebene des Grundstückes mit hohen Mauerscheiben zum angrenzenden Gelände abgefangen, die auch als Hochwasserschutz dienen.

„Wer einen Garten hat, lebt schon im Paradies“ Aba Assa

Eine Verbindung zwischen Haus und Garten schafft die bepflanzte Dachterrasse, die über eine Metalltreppe aus dem ersten Geschoss des Hauses zu erreichen ist. Von hier aus lässt sich der gesamte Garten überblicken. Jede Jahreszeit setzt ihre eigenen Blüh-Akzente: Im Frühjahr verbreiten rosa-grüne Tulpen, sowie weißer und violetter Zierlauch Heiterkeit nach nebligen Wintertagen. Die großen Blätter der Eichenblättrigen Hortensie bringen Ruhe in die Staudenpflanzungen. Im Sommer setzen üppige, gelb und blau blühende Stauden Farbakzente in den Pflanzbeeten. Ab September strahlt dann ihre leuchtende Herbstfärbung. Hauptdarsteller sind hier die Geranium-Hybride „‚Rozanne“‘, Katzenminze und Sonnenhut. Sie kontrastieren mit der ruhigen Rasenfläche.

Am untersten Punkt des Gartens liegt ein Holzdeck. Von hier aus kann der Blick ungestört in die Natur schweifen und von hier ist man dem Rhein und der Ruhe des Flusses ganz nah.


„Wer einen Garten hat, lebt schon im Paradies“ Aba Assa

HAUSFalke Architekten, Köln