Verschmelzung von Innen und Außen

Lohmann Architekten planten ein modernes Haus, bei dem die Außenanlagen und Gebäude harmonisch aufeinanderabgestimmt sind. 

Ein lang gestrecktes Planungsgrundstück in zweiter Reihe, das westlich von der Oldenfelder Straße erschlossen und östlich durch den kleinen Bachlauf der Wandse begrenzt wird – dort sollte durch die Planung von Lohmann Architekten ein neues Heim entstehen. 1989 gründete Jürgen Lohmann sein Architekturbüro, das heute als ­Lohmann Architekten bundesweit tätig ist. Das Entree zum Grundstück bildet eine Sichtbetonwand mit Torelement, die in Material und Farbe den Bezug zum Gebäude im klassischen Bauhausstil herstellt und den Übergang von öffentlich zu privat kennzeichnet. Die Gestaltung der Außenanlagen und der Entwurf des Wohnhauses sind bewusst aufeinander abgestimmt. 

Die Achse des Gebäudes von Ost nach West, an der sich die verschiedenen Funktionsbereiche angliedern, wird bereits durch Pflasterung und Wasserbecken in den ­Außenanlagen ablesbar. Eine freistehende Sichtbetonwand mit Familienwappen mar­kiert den Eingangsbereich und nimmt Bezug auf die innere Ausrichtung des Wohnhauses.

Das Erdgeschoss ist als offene Raumfolge konzipiert. So öffnet sich der Blick bereits beim Betreten des Hauses vom Empfang über den Koch-/Essbereich und das Schwimmbad bis in den Garten hinein. Die übrigen Wohn- und Nebenräume sind seitlich, je nach Funktion, nördlich oder südlich der Hauptachse angeordnet. Das Wohnzimmer entzieht sich so allzu neugierigen Blicken und bildet mit dem entstandenen Atrium fließende Übergänge zwischen Innen und Außen. Über die Terrassen, Lufträume und Stege wird die Entwurfsachse auch im Obergeschoss betont. Dieses gliedert sich grundsätzlich in Gäste- beziehungsweise Au-pair-Bereich und die ausschließlich privat genutzten Räume auf, die jeweils durch separate Treppen erschlossen werden können. Bei den Materialien der Innen- und der Außengestaltung ist weniger mehr: Weißer Putz, Sichtbetonflächen mit Ornamentik und großflächige anthrazitfarbene Stahl- beziehungsweise Aluminiumfenster sind hier zu einem harmonischen Ensemble zusammengefügt.


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Das Konzept: eine offene Raumfolge

ARCHITEKT Lohmann Architekten BDA, Rotenburg/W.
LAGE Hamburg-Rahlstedt
FLÄCHE 869qm
BAUJAHR 2009
PROJEKTENTWICKLER GfG Hoch-Tief-Bau, Hamburg
MAUERWERK/EG-DECKE Lunk Bauunternehmen, Vahlde
AUSSENPUTZ M.Celik-Bau, Hamburg
ESTRICH Jörg Donner, Schwerin
FENSTER Dipl.-Ing. Werner Stahl, Hamburg
GLASER Glaserei Kerbs, Hamburg
INNENPUTZ Günther Rosehr, Lübeck
HEIZUNG UND SANITÄR Jörg Donner, Schwerin
TREPPE Walter Wagenhuber Betonsteinwerke, Hamburg
INNENTÜREN Frank & Timmann,Ellerbek bei Hamburg SONNENSCHUTZ Markisenspezialist Zimmerling, Bad Segeberg
FLIESENMATERIAL Normann Fliesen, Bargteheide Fliesen Falk Taute, Kirch-Jessar;
FLIESENLEGER Frank Hellwig, Bobitz
PARKETT Raumgestaltungsservice Avemaria, Warsow