Skulpturale Komposition

Differenziert und flexibel zeigt sich das neue Zuhause der vierköpfigen Familie, das sich zurückhaltend und doch selbstbewusst in die Folge von freistehenden Einfamilienhäusern im Villengebiet des Hamburger Westen einreiht. Die Hamburger Architektin Alexandra Bub verlieh dem traumhaften Objekt ihre unverkennbare Handschrift.

Straßenseitig bilden die zwei relativ geschlossenen Volumen des Wohnhauses und der Garage als ineinander verschobene Kuben einen großzügigen Eingangsbereich. Die zurückspringende Loggia unterstützt die skulpturale Wirkung. Der lebendige, warmtonige Ziegel und das helle Eichenholz verleihen der kantigen Form einen einladenden Charakter.
Innen eröffnet sich ein Raumkontinuum.

Über das Foyer gelangt man in den offenen, nach Süden verglasten Wohnbereich, an den sich im Westen Essplatz und Küche sowie im Osten Musikzimmer und Büro anschließen. Die Bewegungen ergeben sich ganz selbstverständlich, die Übergänge zwischen den Räumen sind fließend und lassen vielfältige Blickbezüge zu. Dem liegt eine klare Gliederung aus drei Mal drei quadratischen Grundflächen zugrunde, die eine funktionale Nutzung sowie zukünftige Änderungen im Raumprogramm erlaubt und auch immer wieder Halt gebende Ruhezonen bietet. Nebenräume sind geschickt integriert und raumhohe Schiebetüren schaffen Flexibilität. Aus diesen spannenden Abfolgen entsteht eine große räumliche Qualität.

Die Treppe in das Obergeschoss wirkt wie eine minimalistische, abstrakte Figur. Das Tageslicht verleiht dem Aufgang einen skulpturalen Charakter. Auch im Obergeschoss setzt sich die Offenheit auf der vielfältig bespielbaren Galerie mit Zugang zur Dachterrasse fort. Daran schließen auf der einen Seite die Kinderzimmer, auf der anderen Seite der Elterntrakt an. 

Natürlicher Lichteinfall, vor allem über die filigranen Glasfassaden im Süden, und warmtonige Materialien führen zu einer behaglichen Wohlfühlatmosphäre im ganzen Haus. Bereits vorgedacht ist eine mögliche Teilung in drei Einheiten, sodass sich das Gebäude an die sich ändernden Bedürfnisse der Familie anpassen kann. Maximal minimalistisch präsentiert sich das Haus mit feiner Poesie und bietet so einen perfekten Ort zur Rückkehr zu sich selbst.

www.bub-architekten.de

„Reduziere alles auf das Wesentliche, aber entferne nicht die Poesie“ Leonard Koren

ARCHITEKT BUB architekten bda, Hamburg
LAGE Groß Flottbek, Hamburg
BAUJAHR 2017
FLÄCHE 403 m2 Nettogrundfläche, ohne Terrassen 334 m2 Wohnfläche
STATIKER Pape und Dingeldein, Schackendorf
ROHBAU Dünkel Bauausführungen, Wedel
GLASFASSADE Becker 360°, Medebach
HAUSTECHNIK Werner Harm, Hamburg
HOLZBELAG Tischlerei Richter, Glückstadt
EINBAUMÖBEL Carstensen & Carstensen, Wittingen
KAMINBAU Kachelofen- u. Kaminbau Plewka, Nahe