02 20 Magazin für Architektur, Garten und Lebensart

Paradies im Grünen

Wie wird aus einem Garten ein harmonisches Zusammenspiel von Haus, Landschaft, Mensch und Natur? gartenplus – die gartenarchitekten haben eine Antwort.

Neubau im landschaftlichen Umfeld exklusiver Stadtrandlage; Bauherren mit Sinn für Ästhetik und Design; Baubehördenauflagen – das waren die Eckdaten für die Schaffung eines Freiraumrefugiums für gartenplus – die gartenarchitekten. Das Ergebnis: Eine rundum stimmige Gartengestaltung, die die Besonderheiten der Hausarchitektur aufgreift und sich sensibel in die Landschaft einfügt. Der Garten wird zum Bindeglied von Haus und Landschaft. Die Auenlandschaft der Erft als Kulisse und eine moderne ortstypische Hausarchitektur sind die Attribute, die für die Gartenarchitektur von Bernd Franzen, Sebastian Spittka und Simon Leuffen prägend sind. So sprechen die dachförmigen Wildbirnen – exakt in der Achse der markanten Backsteinfassade platziert – die Sprache des Gebäudes und nehmen als Zierobstgehölz gleichzeitig das landschaftstypische Obstwiesenthema auf. Hierüber freuen sich nicht nur die Insekten, sondern auch die Bauherren, die das harmonische Zusammenspiel aus Natur und Architektur in ihrem Garten genießen können.

Freiraumharmonie: Akkuratesse vs. Gepflegte Wildnis

Der hintere Gartenteil entspricht in ­seinem Ausdruck den baubehördlichen Auflagen des Naturschutzes und überzeugt jenseits der Baugrenze mit natürlichen Gestaltungselementen. Entlang der Grund­stücksgrenzen nimmt sich die Wildwiese mit ihren Obstbäumen gestalterisch zurück, lässt Grenzen verschwimmen und Zäune verschwinden. Die kurz geschnittene Rasenfläche im dazwischen liegenden Bereich steht in seiner Akkuratesse im Kontrast zur gepflegten Wildnis der Wiesenblüten. Es entstehen Konturen und Raumgefühl und der Garten behält seine gestalterische Tiefe, ohne dabei an Authentizität einzubüßen. Zudem ist der Pflegeaufwand dieses großen Gartenbereiches überschaubar: Die Wildwiese wird zweimal im Jahr gemäht, die Obstbäume erhalten einmal jährlich einen Rückschnitt und um den Rasenschnitt kümmert sich der Mähroboter.

Harmonisches Zusammenspiel von Natur und Architektur

In der Nähe des Hauses erweitern die Terrassenflächen den Wohnraum und ordnen sich grafisch den Achsen des Gebäudes unter. Die hintere liegt tiefer als das Erdgeschoss des Innenraumes, so dass die Terrassenmöbel nicht den Blick in die Natur verstellen. Sie schließt seitlich an den Mittelgang an, der die markante Glasachse der rückwärtigen Fassade in seinen Fluchten exakt aufnimmt und somit die Hausarchitektur unterstreicht, ohne zu aufdringlich zu wirken. Basalt-Lava aus der Eifel ist als heimisches Baumaterial sowohl nachhaltig als auch authentisch und somit der ideale Partner für die Backsteinfassade, passend zur Fugenfarbe. Eben ortstypisch seit Jahrhunderten. Modern interpretiert wird der Sichtschutz zum Nachbargrundstück: Hier nehmen pulverbeschichtete Stahlbleche Material und Farbe der Fensterrahmen auf. Ergänzt mit Buchenhecken entsteht ein spannendes Wechselspiel aus Konturen und Oberflächen und die Jahreszeiten sind beim Blick aus den Fenstern an den Hecken erkennbar. Mehrstämmige Hahnendorngewächse halten sehr lange ihr grünes Laub. In den Wintermonaten sind sie mit ihrem malerischen Wuchs eine echte Augenweide und während der frühen Blüte im Frühjahr wahres Bienenglück. Überhaupt steht hier das Leben im Mittelpunkt. Das betrifft nicht nur den Nachwuchs der Familie, der im großzügigen Sandkasten in Hausnähe seine Spielstätte gefunden hat. Kaninchen, Fasane und viele Insekten erfreuen sich an der Blütenfülle der Wildwiese, es summt und brummt überall. Spüren, sehen, hören, riechen – das Leben im Garten mit allen Sinnen genießen war der Kundenwunsch. Er liegt im Trend und fühlt sich gut an, weil der Natur etwas zurückgegeben wird. Das Paradies für Mensch und Tier.

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Authentizität und Nachhaltigkeit modern interpretiert

Gartenplanung gartenplus – die gartenarchitekten, Jüchen
Lichtplanung/Elektro lichtundcreatives, Hilden Garten-/Landschaftsbau Hubertus Nagelschmitz
Garten- und Landschaftsbau, Bedburg
Stahlbau Schlosserei Frank Schäfer, Dormagen
Baumschule Tree Broker von Ehren, Hamburg
Naturstein Mendiger Basalt