01 20 Magazin für Architektur, Garten und Lebensart

Frohe Botschaft

Vom Graffiti zum Produktdesign. Das persönliche Interesse, eine Umgebung durch eine von Jan Irlenkäuser gestaltete Schrift zu verändern, nahm neue Formen an.

Es war einmal ein Quadrat, bevor sich der Kommunikationsdesigner Jan Irlenkäuser seiner annahm und aus der von ihm präferierten Form einen Buchstaben werden ließ. Er goss ihn aus Sichtbeton und baute Möbel daraus, die für modernen Einrichtungsstil und gestalterische Individualität ­stehen. Ob Tisch, Hocker oder Schlüsselbrett – die großen und kleinen „Concrete Letters“ existieren in 26 verschiedenen Ausführungen von A bis Z. Jedes handgefertigte Einzelstück, die große Variante ist mit vier Schwerlastrollen versehen, stellt einen Beton-Buchstaben aus dem Alphabet dar. Die Anmutung der Buchstaben hat ihre Wurzeln im Graffiti. „Da ich selbst aus dem Graffiti komme, war die Gestaltung von Schrift schon lange vor dem Grafikdesign meine Leidenschaft. Deshalb bin ich bei der Konzeption der Möbel zunächst von einem Font ausgegangen, den ich in einem ersten Schritt zweidimensional gestaltete. Die Lesbarkeit stellte dabei keine Priorität dar“, so der aus Berlin-Kreuzberg stammende Designer. „Gleichzeitig wählte ich als grundlegende Form das Quadrat. Der Font selbst war das Ergebnis der Abschlussarbeit meines Studiums des Kommunikationsdesigns und veranschaulicht meine künstlerische Beeinflussung durch Graffiti und ein urbanes Umfeld.“ Das gestalterische Konzept der „Concrete Letters“ wird stark von Brutalismus und Bauhaus beeinflusst, beides Architektur- und Designstile, die für klare Formen und Betonung der Konstruktionsweise stehen. So entstand eine einzigartige Formensprache, die polarisiert und gleichzeitig moderne Einrichtung aufwertet und Individualität kommuniziert.

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handgefertigte einzelstücke