Harmonischer Dreiklang

Die besondere Form des Gartens war sicherlich eine Herausforderung für das Team des Planungsbüros von Brigitte Röde. Doch die Mühe hat sich gelohnt: der Garten im Kölner Stadtgebiet wurde zum „Garten des Jahres 2017“ ausgezeichnet.


Gerade einmal 7,50 Meter breit erstreckt sich das ungewöhnliche Grundstück des sanierten Altbaus in Reihenmittelhauslage auf 43 Metern Länge. Und – er ist von anderen Gärten komplett umschlossen. Das Team um Brigitte Röde arrangierte und kombinierte daraus drei unterschiedliche Gartenräume, die sich zu einem harmonischen Ganzen zusammenfügen.


In erhöhter Lage, direkt am Haus befindet sich die Terrasse, an der sich der repräsentative Teil des Gartens anschließt. Ein Wasserbecken mit Schwallblech nimmt die Achse des Wohnzimmerfensters auf. Nach einem Aufguss in der hauseigenen Sauna entspannt man im Schatten der Bäume und genießt die kühlende Brise und das Plätschern des Wassers. Ein Band aus japanischem Waldgras umspielt das formale Becken, verleiht ihm eine Leichtigkeit und bricht die Strenge. Der vorhandene Amberbaum mit weiß panaschierten Blättern hellt diesen Gartenteil auf. Ein Weg von der Terasse führt bis zu dem Sitzplatz am Ende des Gartens.


Verborgen hinter versetzt zueinanderstehenden Eibenhecken verbirgt sich eine großzügige Rasenfläche zwischen duftenden Pflanzen: Tagsüber ein herrlicher Platz zum Sonnenbaden; abends ein zauberhafter Ort, um die untergehende Abendsonne zu genießen. Die alte Mauer mit freigelegtem Klinker an der Grundstücksgrenze wurde in die Planung einbezogen. Sie wird durch ein Ranksystem mit einer weißen Glyzinie begrünt. Die Bepflanzung greift den Farbton der alten Mauer auf und schafft so eine Verbindung zwischen Natur und Architektur. Fernab des Wohnhauses beherbergt der hintere Teil des Grundstücks neben einem Gartenhaus für Möbel und Werkzeug einen Sitzplatz mit Grillecke. Auch hier kommen Eibenhecken zum Einsatz, die das Gartenhaus und den Kompost verbergen. Eine Außenstehlampe verleiht diesem Freiraum Wohnzimmercharakter – hier lassen sich laue, gesellige Sommerabende in Ruhe ausklingen.


Durch die Auswahl der Pflanzen und Materialien bilden die einzelnen Räume wiederum eine Einheit: Gehölze und Stauden mit grünem und rotem Laub sowie regionaler Lavabasalt in Form von Wegebelag, Trittplatten und Einfassungen ziehen sich durch den ganzen Garten. Der erhaltene, alte Baumbestand schafft den Rahmen für die neue Gestaltung. Durch das Aufbrechen und Aufteilen des Grundstücks in unterschiedliche Orte für Geselligkeit und Entspannung, schaffte die Landschaftsarchitektin Brigitte Röde einen wertvollen Ort zum Verweilen.